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Historia ecclesiastica tripartita. (GW 06164, HC 4573). Zwei Fragmente: Buch 5-7 und 10-12 (von 12) in einem Band. Editio Princeps.
Augsburg, Johann Schüssler, 5. Februar 1472. Type 1.. Neuer Halbpergamenteinband mit Kibitzpapier bezogenen Deckeln aus einer Restaurierungswerkstatt. Handschriftlicher Titel auf Rücken. Im Schnitt etwas gebräunt. Original Inkunabelfragment mit 92 (von 195) 35-zeiligen Blättern. Blätter mit Resten von ledernen Blattweisern und zahlreichen roten Lombarden z. Teil mit Randausläufern. Einige Marginalien der Zeit. Einige Seiten mit Blattbezeichnung von alter Hand, breitrandiges Exemplar, Papier mit dem Wasserzeichen: Ochsenkopf mit Augen - Darüber zweikonturige Stange - Darüber Krone - Darüber Kreuz (Augsburg 1471), Kolophon und letztes leeres Blatt. Einzelblattgröße: 21,5 x 31 cm. GW 20 Ex.. Die fehlenden Texte zu Beginn und in der Mitte der Historia werden durch leere Büttenpapierblätter angedeutet. Das Wasserzeichen ist identisch mit dem WZ des Hauptstaatsarchiv Stuttgart: WZ-Sammlung Piccard. Flavius Magnus Aurelius Cassiodor (um 485 in Scylaceum, Bruttien - um 580 im Kloster Vivarium bei Scylaceum) war ein spätantiker römischer Staatsmann, Gelehrter und Schriftsteller. Er bekleidete hohe Ämter im italischen Ostgotenreich und wurde im Jahr 507 in ungewöhnlich jungen Jahren quaestor sacri palatii (Verfasser der amtlichen Schreiben) des Ostgotenkönigs Theoderich. Er fungierte auch als magister officiorum und als praefectus praetorio. Diese spätrömischen Ämter waren von den Ostgoten nach ihrer Eroberung Italiens (ab 489n. Chr.) beibehalten worden. Cassiodor setzte sich dabei maßgeblich für die Aussöhnung zwischen Römern und Ostgoten ein. Nach Theoderichs Tod 526 leitete Cassiodor unter der Regentschaft von dessen Tochter Amalasuntha die Zivilverwaltung Italiens. Etwa um 540 zog er sich von den Staatsgeschäften zurück. Er hielt sich längere Zeit in Ravenna und Konstantinopel auf und gründete 554 auf den väterlichen Gütern in der Nähe des heutigen Squillace das Kloster Vivarium. Mit der Klostergründung verfolgte er das Ziel, dem weströmischen Mönchtum eine ähnlich gut ausgearbeitete theologische Grundlage zu geben, wie es das oströmische bereits besaß. Am Ende der Spätantike waren große Teile der antiken Literatur bereits verloren. Als herausragende Leistung Cassiodors wird angesehen, dass er, neben Boethius und in der Nachfolge von Quintus Aurelius Symmachus und Quintus Aurelius Memmius Symmachus, bedeutendes Schrifttum und Bildungsgut der Antike erhielt und dem Frühmittelalter vermittelte. Zur Zeit Cassiodor im 6. Jhd. n. Chr. existierte, mit Außnahme der Chronik des Sulpitius Severus und der Historia des Paulus Orosius, keine eigenständige lateinische Kirchengeschichtsschreibung. Wollte man die Kirchengeschichte kennenlernen, so mußte man griechische Werke lesen: Eusebius von Cäsarea in Palästina hatte die Geschichte der Kirche bis in seine Zeit hin geschrieben und in der Mitte des fünften Jahrhunderts fand er in dem wahrheitsliebenden Socrates, dem wortreichen und schwungvollen Sozomenus und dem gelehrten Bischofe von Cyrus Theodoretus drei Nachahmer, welche, unabhängig voneinander, die Geschichte der Kirche bis zu den Nestorianischen Wirren fortführten. Diesem Mangel wollte Cassiodorius durch eine von Epiphanius angefertigte Übersetzung und seine Bearbeitung der drei griechischen Kirchenhistoriker Socrates, Sozomenus und Theodoretua, abhelfen. Er nannte das in zwölf Bücher geteilte Werk, weil es aus den drei Historikern zusammengesetzt war, historia ecclesiastica tripartita. Auch wenn heute die Sprache und die Übersetzungen des Epiphanius kritisiert werden, wäre ohne seine, wenn auch etwas "flüchtige" Arbeit, das Mittelalter wohl um ein Buch ärmer geworden. Die Menschen konnten Dank Cassiodorus Kirchengeschichte, aus einer für die Kirchengeschichte wichtigen Epoche schöpfen (Adolph Franz: M. Aurelius Cassiodorius Senator.. Beslau 1872). Die 12 Kapitel umfassen: Liber I: Von Constantins Bekehrung bis zum Konzil von Nicaea. Liber II: Vom Konzil zu Nicaea bis zur Absetzung des Eustathius. Liber III - V: Bis zum Tode des Kaisers Constantinus. Liber VI: Bis zum Tode des Kaisers Julianus. Liber VII: Bis Athanasius Tod und der Erhebung des Theodosius zu seinem Nachfolger. Liber VIII: Bis zum Tode des Kaisers Valens.. Liber IX : Bis zum Todes des Kaisers Theodosius. Liber X: Bis zum Tode des Kaisers Arcadius. Liber XI: Bis zum Tode des Kaisers Honorius. Liber XII: Von 423 bis zum Jahre 439. Der Drucker Johann Schüssler, alteingesessener Bürger, Schreiber und Buchbinder zu Augsburg wohnte ab 1464 in seinem Haus in der Weismalergasse. Zunächst arbeitete er für Johannes Mentelin, der seine Offizin in Strassburg hatte. Seine eigene Druckertätigkeit begann er zu Beginn des Jahres 1470. Er stellte zwischen 1470 und 1473 lediglich dreizehn Drucke her und verkaufte dann sein Haus im gleichen Jahr an den Drucker Günther Zainer und seine fünf Druckerpressen an das Kloster St. Ulrich und Afra. Fortan betätigte er sich nur noch als Buchhändler und Buchbinder. (Geldner 1968, Bd. 1 137)
      [Bookseller: Versandantiquariat Christine Laist]
Last Found On: 2014-03-03           Check availability:      ZVAB    

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